Fasten mit Protein

WENN ES SCHNELL GEHEN SOLL

Fasten mit Protein – Abnehmen ohne Muskeln zu verlieren

Eine breite Palette von Diäten und Fastenformen hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen. Besonders eiweißreiche Diäten sind aufgrund ihrer Wirksamkeit sehr beliebt. Das Fasten mit Protein, das sogenannte Protein-Sparing Modified Fasting, abgekürzt PSMF, ist hier keine Ausnahme.

Was ist das Protein-Sparing Modified Fasting?

PSMF ist eine sehr kalorienarme Diät, um überschüssiges Gewicht schnell zu verlieren. „Protein-Sparing“ bezieht sich auf das Hauptziel der Diät, das darin besteht, die Muskelmasse zu erhalten und gleichzeitig Fett zu verlieren. Diese Diät wurde in den 1970er Jahren entwickelt, als Ärzte nach einer Möglichkeit suchten, wie sie stark übergewichtigen Patienten helfen konnten, Gewicht zu verlieren. Der Begriff bezieht sich heute auf viele Arten von sehr kalorienarmen Diäten, die oft ohne ärztliche Kontrolle durchgeführt werden.

Das Fasten mit Protein besteht aus zwei Phasen. Die erste „intensive“ Phase dauert von ein bis zwei Wochen bis zu 4 bis 6 Monaten, je nachdem, wie viel Gewicht reduziert werden soll und beinhaltet eine stark limitierte Kalorienzufuhr. Die zweite sogenannte Nachfütterungs- oder Rückführungsphase dauert von 1 bis 2 Tagen bis zu 6 – 8 Wochen, während der die Kalorien allmählich auf ein reguläres Niveau erhöht werden.

Kalorien und Makronährstoffe in der Intensivphase

Während der Intensivphase werden in der Regel weniger als 800 Kalorien pro Tag dem Körper zugeführt. Die Kalorien kommen meist aus magerem Eiweiß wie Huhn, Eiweiß, Tofu und Fisch oder werden mit in Milch aufgelöstem Proteinpulvern zugeführt. In klinisch überwachten PSMF erhalten Patienten 1,2 – 1,5 Gramm Protein pro Kilogramm ihres Zielkörpergewichts pro Tag. Zum Beispiel würde eine Person, deren Zielgewicht 75 kg beträgt, 90 bis 112 Gramm Protein pro Tag essen.

Die Diät erlaubt nur 20 – 50 Gramm Kohlenhydrate pro Tag. Dies entspricht etwa zwei Stück Brot oder zwei bis drei Stück Obst. Fett ist auf die Menge beschränkt, die in den Proteinquellen enthalten sind. Hinzugefügte Fette jeglicher Art – Öle, Dressings, Brotaufstriche und andere Fettquellen – sind nicht erlaubt. Die intensive Phase eines PSMF sollte für maximal sechs Monate andauern, da die tägliche Kalorienaufnahme so gering ist.

Die Rückführungsphase

Während der Rückführungsphase werden Kalorien aus Kohlenhydraten und Fetten allmählich wieder vermehrt aufgenommen und das Protein wird schrittweise reduziert. Bei einer langen Rückführungsphase werden im ersten Monat die Kohlenhydrate um bis zu 45 Gramm und im zweiten Monat um bis zu 90 Gramm erhöht. Das tägliche zugeführte Protein wird um etwa 40 Gramm pro Monat reduziert. Während dieser Phase gibt es keinen spezifischen Kaloriengehalt, aber die Kalorien werden natürlich zunehmen, wenn Kohlenhydrate und Fette hinzugefügt werden. Proteinpulver, ballaststoffreiches Getreide, Obst, Gemüse und fettarme Lebensmittel sind während der Rückführungsphase erlaubt.

Was sind die Vorteile des Fastens mit Protein?

Bei anderen Formen des Fastens wie dem Saftfasten oder Heilfasten verbraucht der Körper die frei verfügbaren Kohlenhydrate meist innerhalb eines Tages. Danach wird zunächst nicht auf die Fettreserven zurückgegriffen, sondern der Körper baut das Muskelgewebe und in der Folge das Gewebe der inneren Organe ab, um Aminosäuren, Mineralien und Spurenelemente zurückzugewinnen, die er für die Aufrechterhaltung der verschiedenen lebenswichtigen Funktionen benötigt. Durch den Abbau der Muskelmasse wird der Grundumsatz reduziert und der Körper verbraucht nur noch sehr wenige Kalorien. Die Gewichtsabnahme verlangsamt sich dadurch.

Erhält der Körper während des Fastens zusätzliche Proteine zum Beispiel in Form von Fisch, Fleisch oder Eiweißpulver, wird die Muskelmasse nicht für die Energiegewinnung und das Recycling wichtiger Elemente angegriffen. Die radikalste Form des Fastens mit Protein, wenn dem Körper Eiweiß nicht mit natürlichen Lebensmitteln, sondern in Form von Eiweißpulver zugeführt wird, sollte nur über einen Zeitraum von maximal 14 Tagen oder unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.